>TAG DES MÄDCHENFUßBALLS 2011

Geilenkirchen. "Wir haben schönes, fußballanimierendes Wetter und nette Leute hier." Da fragt man sich, was man denn noch mehr will, um Fußball zu spielen.
Dass es nicht viel mehr sein muss, als ein passender Rahmen und genug Motivation, bewies das Organisationsteam des "Tag des Mädchenfußballs". Bestehend aus den Sportlehrern Riccardo Marangi vom St. Ursula Gymnasium und Jörg Halfenberg von der Realschule Geilenkirchen sowie Jugendleiter Roland Troschke vom FSV 09 Geilenkirchen-Hünshoven, veranstaltete das Team diesen Aktionstag mit vielen jungen Helfern im Waldstadion in Geilenkirchen.
"Das Ziel ist es zum Einen einmal viel Spaß zu haben, zum Anderen den Mädchen Aspekte des Fußballs zu vermitteln, die sie noch nicht kannten", erklärt Riccardo Marangi. "Wenn sie die bei den kleinen Übungen kennen lernen, wird ihr Interesse noch mehr geweckt, und sie gehen vielleicht in einen Verein."
Diesen Effekt zu fördern streben nicht nur die hiesigen Organisatoren des Aktionstages an, sondern auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB). Mit seinem im letzten Jahr ausgerufenen Wettbewerb "TEAM 2011" möchte der DFB im Vorfeld der Frauen-Fußball-WM in Deutschland die Eigeninitiative von Vereinen und Schulen fördern und das Interesse am aktiven Fußball steigern.
Der Wettbewerb besteht aus vier Bausteinen, die jeweils Punkte für die Vereine und Schulen einbringen. Beim ersten geht es um die Organisation einer Mini-WM oder eines Tuniers, für den zweiten Baustein musste die Schule eine eigene Mädchen-Fußball-AG gründen. Beim dritten Baustein geht es dann um die Trainer beziehungsweise Lehrer, die an einer Fortbildung teilnehmen mussten. Den vierten und letzten Baustein bildete dann ein Kooperationsevent zwischen Verein und Schule.
"Wir, also Verein und Schule, hatten die ersten drei Bausteine bereits absolviert", so erklärt Riccardo Marangi die Zusammenarbeit, "der letzte Baustein sollte also dieser Schnuppertag sein. Ich habe dann Jörg Halfenberg, einen Sportlehrer der Realschule und Besitzer des höchsten Fußball-Trainerscheins gefragt, ob die Realschule nicht auch mitmachen wolle. So sind wir die ganze Sache dann gemeinsam angegangen."
Gemeinsam ließen sich an diesem Tag dann auch die Stationen des Schnupperangebots meistern. Neben drei Duellen kleiner Teams  und Toreschießen unter beratender Aufsicht von Älteren standen weitere fünf Stationen auf dem Laufzettel jedes Mädchens. Für genug bei den Übungen gesammelte Punkte gab es im Anschluss eine Urkunde. Betreut wurden die Stationen vom Mädchen-Fußball-Sportkurs der Klasse 12 des Gymnasiums - übrigens dem ersten zustandegekommenen Mädchen-Fußball-Kurs.
Ein weiterer freiwilliger Helfer an diesem Tag war auch der 20-jährige Niklas Kaußen aus Hastenrath, der gerade sein Freiwilliges Soziales Jahr beim "Fußballkreis Heinsberg" absolviert und den interessierten Mädchen hilfreiche Tipps geben konnte. "Alle hier hatten heute Spaß, das hat man gemerkt", resümiert er, "Die Stimmung war unglaublich gut, alle haben sicher etwas gelernt. Und solche Aktionen sind gut, denn man sollte den aktiven Fußball immer fördern. Zum Glück merkt man bereits jetzt an den steigenden Spielerzahlen, dass ein deutliches Interesse besteht, das es wert ist, gefördert zu werden."
Rund 30 Mädchen aus den Klassen fünf bis sieben der beiden Schulen hatten sich angemeldet, um an diesem Nachmittag Spaß beim Fußballspielen zu haben. "Das war heute hier schön", stimmt die elfjährige Olivia Kaiser aus Übach-Palenberg lächelnd der allgemein guten Stimmung zu, "weil es keine Jungen gab. Es gab eben viele nette Mädchen und das mit den Übungen war auch gut." Das Interesse ist also geweckt - Ziel erreicht.
In den zukünftigen Jahren, so könne man sich vorstellen, werde die Aktion des "Tag des Mädchenfußballs" fortgesetzt. Denn beim Wettbewerb geht es nicht immer nur ums Preisegewinnen, sondern - wie der Name schon sagt - ums "Team", und darum, dass dieses immer weiter anwächst.

 

Bericht: Andrea Schever für die Geilenkirchener Zeitung

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